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Kreativität begleitet Tina Kölbel-Strauß
seit ihrer frühen Jugend. Beruflich war sie viele Jahre als Dekorateurin
tätig und entwickelte dabei ein ausgeprägtes Gespür für Gestaltung,
Materialität und räumliche Wirkung. Parallel dazu widmete sie sich in ihrer
Freizeit zahlreichen handwerklichen und künstlerischen Techniken. Ob beim
Töpfern an der Drehscheibe, beim Binden von Büchern oder beim Färben von
Wolle mit Pflanzen – stets stand das Ausprobieren und Erforschen von
Materialien im Mittelpunkt. Diese Erfahrungen prägen bis heute ihre
künstlerische Handschrift.
In ihrer Malerei verbindet sie klassische und ungewöhnliche Materialien zu
vielschichtigen Bildoberflächen. Neben Acryl, Kohle und Tinte finden auch
Papier, Teebeutel, Kaffeesatz oder Marmormehl ihren Weg auf die Leinwand.
Häufig arbeitet sie zusätzlich mit Wachs, wodurch sich besondere Strukturen
und Tiefen entwickeln. Während des Malprozesses entstehen Risse, Brüche und
sogenannte Crackle-Effekte – sichtbare Spuren der Veränderung. Für die
Künstlerin sind diese Strukturen kein Zufall und kein Makel, sondern ein
wesentlicher Bestandteil des Bildes. Sie erzählen von Bewegung, Zeit und
Transformation und erhalten deshalb bewusst ihren Platz im Werk.
Der kreative Prozess selbst ist körperlich, spielerisch und experimentell.
Tina Kölbel-Strauß beginnt ihre Arbeit meist ohne ein festes Motiv oder ein
konkretes Ziel. Stattdessen lässt sie sich vom Moment, vom Material und von
der Bewegung der Farbe leiten. Farbe wird aufgetragen, wieder abgenommen,
überarbeitet, verwischt oder in Schichten aufgebaut. Die Leinwand wird
gedreht, liegend auf dem Boden, auf dem Tisch oder an der Wand bearbeitet.
Werkzeuge sind dabei nicht nur Pinsel. Auch Hände, Schaber oder
Alltagsgegenstände wie ein Duschabzieher werden Teil des kreativen
Prozesses. Alles, was sich eignet, darf eingesetzt werden – es wird
gekleckert, geschichtet, gespielt und neu entdeckt.
Diese Offenheit gegenüber dem Prozess ist für die Künstlerin zentral. Sie
beschreibt ihre Arbeitsweise als eine Form des Loslassens: nicht
festzuhalten an dem, was man zu Beginn zu wollen glaubt, sondern Raum zu
lassen für das, was sich im Laufe des Arbeitens entwickelt. Oft entsteht
gerade aus diesem freien Experimentieren eine Bildsprache, die überraschend,
lebendig und emotional wirkt. |
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