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Fotowerkstatt & Galerie
Norbert Niese
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Presseinformation zur Ausstellung  


Vergänglichkeit
ein Projekt für 14 Fotokünstler

Ausstellungsdauer 19. Juni 2010 bis 31. Juni 20010

Vernissage am 19. Juni 2010, um 20 Uhr

 

Für die Werkreihe "Vergänglichkeit" haben sich 14 Künstler auf fotografische Spurensuche begeben und durch ihre persönliche Sichtweise ihre eigene Sprache der Vergänglichkeit
ausgedrückt. Angesichts der Flüchtigkeit unserer Gesellschaft haben wir uns längst mit der Vergänglichkeit der Dinge abgefunden, mit der Unbeständigkeit und mit der Tatsache,
dass nichts von Dauer ist. Die im Rahmen des Stuttgarter Fotosommer präsentierten Fotografien der Reihe "Vergänglichkeit" setzen sich mit individuellen Aspekten dieses Themas
auseinander und die künstlerische Interpretation spiegelt die Würde und Ästhetik der Vergänglichkeit auf vielfältige Weise wieder.

 

Im Zusammenhang mit dem menschlichen Leben bedeutet Vergänglichkeit auch die Auseinandersetzung mit Geburt und Tod, die unausweichlich zusammen gehören.
So ist der Bestattungswagen, der Begleiter des Menschen auf dem Weg zu seiner letzten Ruhestätte, ein Symbol für den Tod und erinnert uns gleichzeitig an die
Vergänglichkeit des Lebens. Das Bild "Abschied" führt uns die Endlichkeit menschlichen Lebens in einer eindrucksvollen Infrarot-Fotografie vor Augen.

 

Die Langzeitbelichtung der sich bewegenden Uhr verweist auf das unerbittliche Verrinnen der Zeit und auf die damit verbundenen Veränderungsprozesse.
Vergänglichkeit kann zum einen der verstrichene Moment, ein Augenblick, ein Wimpernschlag, der eben gewesene Moment sein, der durch das Verfließen
der Zeit unwiederbringlich geworden ist. Zum anderen verweist Vergänglichkeit auf das unerbittliche Verrinnen der Zeit und die damit verbundenen
Veränderungsprozesse, über Jahre oder über eine ganze Lebensspanne hinweg.

 

Die Inszenierung alter Kostüme aus dem 19. Jahrhundert greift den Aspekt der Nostalgie auf, einer sehnsüchtigen Hinwendung zu vergangenen
Zeiten, die in der Erinnerung oft idealisiert werden. Auch die versteinerten Spinnen, die sich einst an alten Apothekenflaschen festgesetzt haben
oder die verrosteten Fahrräder, die jahrzehntelang auf dem Boden des Neckars lagen, sind Zeugen aus vergangenen Tagen und führen uns die
Übergangsprozesse und die Veränderung vor Augen. Witterungseinflüsse und der Lauf der Zeit haben unübersehbar zu Zerstörungen geführt,
aber durch die Maske von Staub und Schmutz scheint ebenso unübersehbar die Schönheit hindurch, die sich gegen alle Vergänglichkeit zur Wehr setzt.

 

Gemeinsam ist allen Fotografien, dass sie neben dem Sichtbaren auch Stimmungen vermitteln, eine Idee, ein Eindruck oder ein Gefühl spiegeln
sich wider. Die Inszenierungen sind eine Gesamtkomposition von Sichtweisen und Gefühlen, jede Fotografie stellt für sich ein Stück persönlicher
künstlerischer Impressionen dar. Sie spiegeln die Auseinandersetzung mit existenziellen Themen wie Gefühlen, Leidenschaft, Schönheit,
Individualität, Leben und Tod wider und laden ein zu einer Spurensuche und zum Entdecken von Gemeinsamkeiten und Unterschieden. 

 

Im Rahmen des Stuttgarter Fotosommer präsentiert die Galerie Norbert Nieser, Stuttgart, vom 19. Juni bis 31. Juli 2010 unter dem Titel "Vergänglichkeit"
Fotografien der Künstler Gabi Billischek, Thomas Dehler, Sultana Dimadi, Helena Djulabic, Rüdiger Förster, Oliver Gerstenberger, Kathrin Gralla, Rolf Hespelt, Gunter Mattes,
Birgit Möllentin, Mark Nagy, Uta Reiner, Manuela Salomon-Schmid, Markus Sattler, Evi Stubenbord, Christine Donat.

Öffnungszeiten der Ausstellungen

 

Mittwoch bis Freitag                 15 bis 18.00 Uhr

Samstag                                    10 bis 13.00 Uhr



 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                           

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